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Veganer Küchenzauber

Knusprige Kichererbsen aus dem Airfryer: der herzhafte Snack

Knusprige Kichererbsen aus dem Airfryer: Abtrocknen, ölen, würzen und in 15 Minuten kross garen – mit Tipps zu Gewürzen, Lagerung und dem Kochwasser.

Redaktion Veganer Küchenzauber · · 4 Min. Lesezeit · Fertig in 25 Min.

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Knusprige Kichererbsen aus dem Airfryer: der herzhafte Snack

Chips, Erdnüsse oder Salzstangen: Im Vorratsschrank vieler Haushalte gibt es immer einen Knabberkandidaten. Eine pflanzliche und deutlich sättigendere Alternative sind geröstete Kichererbsen. Sie sind knusprig wie Nüsse, enthalten viel Eiweiß und Ballaststoffe und lassen sich in beliebiger Richtung würzen. In einer Heißluftfritteuse gelingen sie ohne großen Aufwand: Eine Dose reicht, ein Esslöffel Öl genügt, und nach einer Viertelstunde ist der Snack fertig.

Das Geheimnis: trocken in den Korb

Der häufigste Fehler beim Rösten von Kichererbsen ist Feuchtigkeit. Die Hülsenfrüchte aus der Dose schwimmen in einer Flüssigkeit, die auch nach dem Abspülen noch an ihnen haftet. Im Airfryer verdampft dieses Wasser zuerst, bevor die Oberfläche bräunen kann – das Ergebnis sind zähe, weiche Kichererbsen. Deshalb sollte man sie nach dem Abspülen auf einem sauberen Küchentuch ausbreiten und einzeln trocken tupfen. Wer Zeit hat, lässt sie anschließend zwanzig Minuten an der Luft liegen.

Beim Abtrocknen lösen sich oft kleine Häutchen. Sie können im Korb verbrennen, weil die Heißluft sie hochwirbelt. Wer Wert auf eine saubere Optik und einen gleichmäßigen Biss legt, entfernt sie, muss es aber nicht.

Würzen: erst nach dem Garen

Viele Rezepte würzen die Kichererbsen vor dem Garen. Im Airfryer ist das riskant, denn gemahlene Gewürze wie Paprikapulver oder Knoblauchpulver verbrennen bei 200 Grad schnell und werden bitter. Besser gibt man nur Öl und etwas Salz in den Korb und würzt die heißen Kichererbsen im Anschluss in einer Schüssel. Das Fett auf der Oberfläche sorgt dafür, dass die Gewürze haften.

Das Rezept

100 % vegan

Knusprige Kichererbsen

Vorbereitung
10 Min.
Garzeit
15 Min.
Gesamt
25 Min.
Menge
2 Portionen

Zutaten

Tipp: Abhaken, was schon bereitsteht.

Zubereitung

  1. Die Kichererbsen in einem Sieb abgießen und gründlich abspülen. Das Kochwasser nach Wunsch auffangen.
  2. Die Kichererbsen auf einem Küchentuch ausbreiten und sorgfältig trocken tupfen. Lose Häutchen dürfen sich lösen und können entfernt werden.
  3. Den Airfryer auf 200 °C vorheizen. Die Kichererbsen mit dem Öl vermengen und in den Korb geben, ohne zu stapeln.
  4. 8 Minuten garen, den Korb kräftig schütteln und weitere 5 bis 7 Minuten garen, bis die Kichererbsen goldbraun sind und beim Schütteln rascheln.
  5. Die Gewürze in einer Schüssel mischen, die heißen Kichererbsen darin wenden und sofort servieren.

Auch die Menge im Korb spielt eine Rolle. Die Kichererbsen sollten in einer Lage liegen, ohne sich zu stapeln, damit die Heißluft alle Seiten erreicht. Bei einer großen Dose teilt man sie auf zwei Durchgänge auf. Je nach Gerät sind sie nach zwölf bis fünfzehn Minuten fertig; ein Gerät mit kräftigem Gebläse bräunt deutlich schneller, sodass man früher nachschauen sollte. Beim Schütteln hört man, wann sie fertig sind: Aus einem dumpfen Klappern wird ein trockenes Rascheln.

Ideen für die Würzung

Geräuchertes Paprikapulver mit Knoblauch ergibt einen herzhaften Klassiker, der an Chips erinnert. Mediterran wird es mit Zaatar-Mischung und einem Spritzer Zitronensaft. Wer es süß mag, mischt Zimt mit Zucker und Salz und serviert die Kichererbsen zum Tee. Auch Currypulver, Hefeflocken für eine käsige Note oder Chiliflocken mit Limettenschale funktionieren gut. Fein gehackter Rosmarin passt, sollte aber erst am Ende zugegeben werden. Für eine Ofenvariante gart man die Kichererbsen bei 200 Grad Umluft etwa 25 bis 30 Minuten, schüttelt das Blech alle zehn Minuten und lässt sie danach bei geöffneter Tür auskühlen.

Das Kochwasser nicht wegschütten

Die Flüssigkeit aus der Kichererbsendose ist als Aquafaba bekannt. Sie lässt sich mit einer Prise Zucker steif schlagen und ersetzt im Rezept ein Eiweiß; drei Esslöffel entsprechen etwa einem Ei. Wer die Kichererbsen ohnehin in der Küche verarbeitet, kann sie also für Baiser, Mousse oder Mayonnaise aufbewahren. Mehr dazu finden Sie im Beitrag zum Backen ohne Ei.

Wer keinen Airfryer besitzt, muss auf diesen Snack nicht verzichten, denn er gelingt auch in der Pfanne: Die trockenen Kichererbsen werden in einem Esslöffel Öl bei mittlerer Hitze zehn bis fünfzehn Minuten unter häufigem Schwenken gebraten. Die Pfanne spritzt allerdings stärker, deshalb ist ein Deckel mit Spritzschutz sinnvoll.

Lagerung und Knusprigkeit

Geröstete Kichererbsen sind am besten frisch, wenn sie noch warm und knackig sind. Beim Abkühlen werden sie fester, nach einigen Stunden aber zäher, weil sie Feuchtigkeit aus der Luft ziehen. Wer sie aufbewahren will, lässt sie komplett auskühlen und lagert sie in einem Glas mit lose aufgelegtem Deckel bei Raumtemperatur; in einem luftdichten Gefäß weichen sie schneller auf. Nach zwei Tagen ist der Biss nicht mehr derselbe, doch ein kurzer Durchgang im heißen Airfryer macht sie wieder knusprig. Als Topping passen sie zu Suppen und Salaten, etwa als Ersatz für Croutons.

Wer den Airfryer gern für pflanzliche Rezepte nutzt, findet im Beitrag zum knusprigen Tofu weitere Tipps für die Heißluftfritteuse.